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Diskussion: Erstickt Facebook an sich selbst?

Schon seit langer Zeit steht Facebook in der Kritik, wenn es um das Verhältnis zwischen Likes und Reichweite geht. Zwar folgen nach wie vor immer mehr User den vielen Marken, die auf Facebook aktiv sind. Zugleich erreichen Community Manager aber relativ immer weniger dieser User – zunehmend empfiehlt Facebook deshalb, dass Status Messages zusätzlich mit Werbebudget promotet werden sollen.

Ärgerliche Sache. Denn dieses Missverhältnis könnte in naher Zukunft nur noch schlimmer werden. Denn mit steigenden Likes pro User und geringerer Screenauflösung (Mobile) können immer weniger Facebook-Messages an den User gebracht werden. Kollabiert Facebook jetzt unter seinem eigenen Gewicht?

Klar ist, dass der Facebook Algorithmus für Markenkunden derzeit unter Druck steht, seine Leistungsfähigkeit zu beweisen. Ein weiteres Problem in diesem Kontext: „Like-Farmen“ – ein Geschäftsmodell, bei dem Menschen v.a. aus der Dritten Welt Likes für Geld verkaufen. Ein kaputtes Geschäftsmodell, das nachhaltig die Effektivität der Brand Pages schädigt, die Likes kaufen. Aber nicht nur die Effektivität dieser Pages. Denn wie der Science-Blogger Veritasium aufzeigt, schädigen Like-Farmen auch Brand-Pages, die nie einen einzigen Like gekauft haben…

Scheinbar sind deutsche Seiten aufgrund des Sprach-Gaps davon noch nicht ganz so sehr betroffen. Globale Marken dürfen sich aber auf Facebook vor allem über den hier beschriebenen hohen Anteil an passiven Likes aus Kolumbien, Indien oder den Philippinen freuen.

Was denkt ihr? Bekommt Facebook Facebook noch die Kurve? Oder teilt es das Schicksal vieler anderer Kommunikationskanäle, die in ihren eigenen Werbemessages untergehen? Wir freuen uns auf Kommentare!

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